Hunderetterin und Botschafterin: PomPom

Zeige Mut, Spende Blut - das was beim Mensch funktioniert, klappt auch beim Hund. So kann dein Vierbeiner anderen Vierbeinern mit seiner Blutspende das Leben retten. PomPom von unserem lieben ASTC-Mitglied Annett ist eine solche Blutspende-Dame, die regelmäßig spendet und damit ihren Artgenossen hilft. Hierzu ist sie in einer speziellen Hunde-Blutdatenbank eingetragen, denn im Falle einer Transfusion muss natürlich auch die Blutgruppe zum Empfängerhund passen.

Einmal gespendet wird das Blut entweder direkt, z.B. bei einer Not-Op verwendet, oder aber für rund 30 Tage als Konserve gelagert. Ist die benötigte Blutgruppe - es gibt insgesamt zwölf verschiedene - nicht vorhanden, so wendet sich die Tierklinik oder der Tierarzt direkt an die Besitzer. Damit das klappt, muss dein Liebling natürlich in die Datenbank aufgenommen werden.

Kräftige Hunde bevorzugt

Bei einer Spende werden kräftige Hunde bevorzugt, da hier natürlich mehr Blut zu holen ist. 20 Kilo sollte dein Hund also schon wiegen. Und keine Sorge: Blutspenden schadet deinem Tier nicht. Gibst du ihm ausgewogenes Futter mit einem hohen Anteil an tierischen Proteinen, hat der Körper das entnommene Blut innerhalb von drei Wochen neu gebildet.

Bis zu 550ml der roten Lebensflüssigkeit werden bei einer Spende gezapft. Drei- bis viermal im Jahr ist Spenden möglich. Dabei kostet es dich und deinen treuen Freund kein Geld, sondern nur ein bisschen Überwindung. Außerdem profitiert dein Hund auch indirekt davon, da bei jeder Spende notwendigerweise eine kostenlose Blutprobe durchgeführt wird. So manche Krankheit wurde so also schon vorzeitig entdeckt.

Habt ihr noch Fragen zum Hundeblutspenden? Stellt sie uns hier und Annett und PomPom werden sie euch gerne beantworten.

Botschafterin auf vier Pfoten

PomPom spendet jedoch nicht nur Blut. Gemeinsam mit Frauchen ist die Vorzeige-Hundedame, wenn es die Corona-Lage zulässt, regelmäßig in Altersheimen zu finden. Was zunächst recht unspektakulär klingt, ist jedes Mal ein kleines Wunder. PomPom spaziert immer fröhlich in den Gemeinschaftsraum und holt sich von den Senioren Leckerli und Streicheleinheiten ab.

Die Wirkung auf die alten Menschen ist phänomenal. Traurige Gesichter hellen schlagartig auf, eine sonst meist stumme Seniorin fängt plötzlich das Reden an und bekommt feuchte Augen, wenn sie ihre zierlichen Hände in PomPoms Fell vergraben darf. Ein an Demenz leidender Herr erinnert sich plötzlich wieder daran in seiner Jugend auch Hunde gehabt zu haben und alle Sorgen, Krankheiten oder die Einsamkeit scheinen während des tierischen Besuches vergessen.

PomPom verhält sich die ganze Zeit ruhig und ausgeglichen. Sie ist kontaktfreudig, niemals aggressiv und kommt bestens mit den teils unterschiedlichen Stimmungen der älteren Menschen zurecht. Auch erschrickt sie nicht, wenn nebenan mal ein Krückstock umfällt oder eine Hand etwas ungelenk nach ihr greift, weil die Feinmotorik der Senioren mitunter etwas eingeschränkt ist.

An dieser Stelle: Danke Annett! Danke PomPom! Danke für die tolle Arbeit, egal ob Blutspenden oder Besuche im Altersheim: Worte können nicht beschreiben wie toll ihr beide seid!