|
|
| |
|
|
| |
• Kolumnen |
|
| |
| |
| |
Das ist ein Pitbull, oder etwa nicht??? |
|
| |

|
|
| |
1.„Solidarität“
Solidarität (abgeleitet vom lateinischen solidus für gediegen, echt oder fest; Adjektiv: solidarisch) bezeichnet eine, zumeist in einem ethisch-politischen Zusammenhang benannte Haltung der Verbundenheit mit - und Unterstützung von - Ideen, Aktivitäten und Zielen anderer. Sie drückt ferner den Zusammenhalt zwischen gleichgesinnten oder gleichgestellten Individuen und Gruppen und den Einsatz für gemeinsame Werte aus, auch Solidargemeinschaft
Nach meinem Empfinden ist der VDH, der Verband für das Deutsche Hundewesen eine Solidargemeinschaft oder sollte es zumindest sein. Gemeinschaftsgefühl, gleiche Ziele, Ordnungen, Wertvorstellungen über Hundehaltung und Zucht, seriöser Ansprechpartner, usw., usw.. Solidarität kann große Gefühle auslösen und einen immensen Machtzuwachs bringen. Der Gewinn ist durchaus auch bei den Starken die Hilfe gewähren.
Große Gefühle aus der politischen Ecke, ein paar
Zitate:
• „Vorwärts, und nicht vergessen, | worin uns´re Stärke besteht! | Beim Hungern und beim Essen, | vorwärts und nicht vergessen | die Solidarität!“ (Bertolt Brecht,
• „Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker“ (Che Guevara)
• „Nur eine solidarische Welt kann eine gerechte und friedvolle Welt sein.“ (Richard von Weizsäcker,
Ein Machtzuwachs der Solidargemeinschaft VDH gegenüber der Politik? Dazu das Zitat des Monats, aus UR 7/2009 Seite 47, Verabschiedung des Hauptgeschäftsführers des Schäferhundvereins Clemens Lux, dessen Schlagfertigkeit und geistige Flexibilität bemüht wird.
Zitat:
Das war mit Sicherheit einer der Gründe, die zu seinem Mitwirken bei der Erarbeitung einer Gefahrhundeverordnung des Landes Bayern führte, die als beispielgebend für nachfolgende Verordnungen anderer Bundesländer angesehen werden kann und als Erfolg für die Kynologie und den Verein gewertet werden muß!
War das etwa der Deal? Der Schäferhund raus, die anderen Hunde rein. Werte Freunde, daß ist gelebte traumhafte Solidarität! Listenhunde zu beseitigen ist ein Erfolg für die Kynologie! Jawoll! Natürlich verstehe ich die Becksteins, Bouffiers, Höhns,etc.; wir drogenabhängigen, kriminellen Kampfhundebesitzer (Bouffier) verdienen keine Solidarität. Ein aufrechter echter deutscher Hundebesitzer kooperiert natürlich mit der Staatsmacht. Jawoll! Der Deutsche Schäferhund ist deutsches Kulturgut. Jawoll!! Der Rottweiler doch auch (Bloch). „Schon“, sagt Bärbel Höhn, „der beißt aber zu fest“! Ich frage mich beklommen, warum wir eigentlich einen Prozeß beim Bundesverfassungsgricht gegen diese Verordnungen geführt haben? War das etwa nur ein PR-Gag des deutschen Dachverbandes VDH? Wurden wir etwa nur benutzt? Clemens, wir danken dir für diese Klarheit!!
Kennen sie den Film mit der bezaubernden Julia Roberts –Der Feind in meinem Bett. Jedenfalls gibt es Freunde die jeden Feind überflüssig machen.
Kohlhöfer
Eine harmlose Version dieses Beitrages wurde vom Geschäftsführer des VDH für den UR abgelehnt!!
Kohlhöfer |
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
„Reflexion“
Sie kennen das sicher; eine Frau schaut in den Spiegel und sagt sich, „ich muß etwas tun“. Ein Mann dagegen erblickt sich im Spiegel und behauptet sofort der Spiegel sei kaputt. Hundebesitzer haben eine männliche Sicht der Dinge. Wir lieben unsere Hunde, wir blicken in ihre Seele, wir verstehen ihren Kummer, wir strotzen vor sozialer Intelligenz, wir sind mit Hilfe unsere Hunde zur Empathie fähig, , kurzum, wir sind die besseren Menschen. Wenn es Nichthundebesitzer anders sehen, dann kann mit ihnen etwas nicht stimmen. Gut, ich gebe zu daß wir Listehundebesitzer in dieser Gemeinde der Gutmenschen eine häßliche Randgruppe darstellen. Aber werden die „guten“ Hundebesitzer wirklich so wahrgenommen wie sie das gerne hätten?
Dazu ein kleiner Auszug aus „Die Zeit“ vom 8.April 2010 mit dem Titel „Respekt“. Es geht um Tierversuche. Der Kampf gegen Tierversuche sei heuchlerisch. In unserem Alltag würden wir tausendfaches Leid ungerührt in Kauf nehmen.
„Der vermeintliche Hundefreund nimmt am Leid seines Schützlings genauso selten Anstoß wie der durchschnittliche Fleischesser am Schicksal seines Eiweißlieferanten.“ „Affen im Labor rufen unseren Abscheu hervor. Die Eisbären Knut, Flocke oder Wilbär sorgen dagegen für nationales Entzücken, auch wenn die verhätschelten Raubtiere schwere Verhaltensstörungen erleiden.“ „Auch gegen niedliche Möpse haben wir nichts einzuwenden. Vor vermutlich 14000 Jahren hat der Mensch den Wolf domestiziert, den Hund aus ihm gezüchtet. Seither ist er Jagdwerkzeug, Nahrungsquelle, Wächter, Spielzeug für das Kind – und immer mehr bloße Zierde. Resultate dieser Entwicklung sind pittoreske Kreaturen, die kaum gehen, gucken und atmen können. Motorische und geistige Krüppel sind in den Straßen zu bewundern: fettsüchtige Sabberpumpen, beißwütige Terrier oder unterzuckerte, herzkranke Mini–Chihuahuas mit deformierten Köpfen. Der wegen hängender Ohren und trauriger Augen von Kindern besonders geliebte Basset neigt als genetischer Krüppel nicht nur zu Zwergwuchs, Scheinschwangerschaft, Harnsteinbildung und Arthrose. Häufig leidet er auch an grünem Star, Bindehautentzündung und Leistenbruch. Im Winter bescheren ihm die Stummelbeine Hodensack- und Vorhauterfrierungen .Manchem Shar Pei im faltigen Pelz, manchem Cavalier King Charles Spaniel (das Hirn eingepfercht in zu engem Schädel) mag man da wünschen: Wärst du doch Wolf geblieben!“
Tja, da ich zur beißwütigen Abteilung gehöre will ich es nur soweit kommentieren: Die „weibliche Sicht“ in den Spiegel ist mit Sicherheit der richtige Weg Es ist höchste Zeit für ein Umdenken in der Hundezucht!
So nebenbei: In Cottbus hat ein Husky ein 8 Wochen altes Baby totgebissen, obwohl, wundert sich der Reporter, „der Husky doch gar kein Kampfhund ist“ und veröffentlicht prompt das Bild eines AmStaffs.. Ohne Worte!!!
Kohlhöfer
Dieser Bericht wurde von dem Geschäftsführer des VDH für den UR nicht freigegeben. Ein Schelm wer Böses dabei denkt !!
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
„Ökologischer Fußabdruck“
Kampfhundebesitzer sind das „Allerletzte“, daß ist nun wirklich Allgemeingut; Ekelpakete selbst für die abstiegsbedrohte Mittelklasse. Doch plötzlich, wer hätte das gedacht, sitzen wir alle zum ersten Mal in einem Boot. Für Viele sicher ein schrecklicher Gedanke. Kennen sie das Buch von Sagen Robert und Brenda Vale „Time to eat the Dog?“. Zwei Neuseeländer die die Summe der umweltschädlichen Effekte von Haustieren und anderen Hobbys und Leidenschaften vergleichen.
Nach der Analyse von Trockenfutter schlossen sie messerscharf, daß ein mittelgroßer Hund Pro Tag 450 Gramm Frischfleisch (vor der Trocknung) und 260 Gramm Getreide benötigt. Pro Jahr verschwinden im Magen unseres Lieblings 164 kg Fleisch und 95 kg Getreide. Um 1 Kg Geflügelfleisch zu erzeugen, werden 43,3 qm Land benötigt. Ein Kilo Getreide benötigt 43,4 qm. Der Flächenbedarf eines mittelgroßen Hundes (Labrador z.B.) nur für dessen Nahrung beträgt somit 0,84 Hektar Land.
Nun zum Vergleich einen Toyota Land Cruiser mit einem 4,6 Liter Motor. Für eine Fahrleistung von 10 000 km im Jahr (immer vorausgesetzt der Gashebel bleibt nicht hängen) wird ein Energieverbrauch inclusive Herstellung dieses Ungetüms von 55,1 Gigajoule ermittelt. Ein Hektar Land bringt ungefähr 135 Gigajoule Energie. Die ökologische Reifenspur beträgt somit 0,41 Hektar, weniger als die Hälfte unseres armen Labradors.
.„Sich einen Hund zu halten ist ökologischer Luxus, geradezu extravagant“, sagt John Barret, irgendein englischer Wissenschaftler der sich mit Haustieren beschäftigt. „Das liegt vor allem an der schlechten CO 2 – Bilanz von Fleisch.“ Ich stelle mir gerade so eine nette Dogge vor. Ob man sie etwa mit dem ökologischen Fußabdruck eines Leopardpanzers der Bundeswehr vergleichen müßte? Die zehn hundereichsten Staaten benötigen zur Ernährung ihrer Hunde eine Fläche von 5 Neuseelands. Wie auch immer; aus diesem Blickwinkel stehen die relativ kleinen „Kampfhunde“ zum ersten Mal besser da als die meisten ihrer netten Kollegen!
Kommen wir zu den Hinterlassenschaften unserer Lieblinge. Daß Hunde ganze Städte zu scheißen wissen wir natürlich, ist aber, wenn man den Kot nicht gerade ißt, relativ ungefährlich. Kommen wir zu den Kätzchen mit dem sauberen Katzenklo. Im Katzenkot finden wir den Einzeller Toxoplasma Gondii der, durch die Toilette gespült (die Amis machen das gerne), in Flüsse und Mündungsgebiete gelangt, Seeotter, Delfine und Wale mit einer Hirnkrankheit infiziert die zum Tode führt.
Was tun? Im Gegensatz zum Geländewagen geben wir der Natur ja etwas zurück, sei es über die chinesische Küche, die Seifenfabrik oder, wie in unserem Falle, daß hoffe ich wenigstens, Mutter Erde. Tja verehrte Umweltrüpel, ich weiß auch nicht so recht was man gegen das schlechte Gewissen tun kann. Doch wir haben unseren Hunden in züchterischer Hinsicht schon so viele schreckliche Dinge zugefügt, vielleicht gelingt es uns ja in ferner Zukunft, einen Hund mit dem Verdauungstrakt eines Rindes (Pansen, etc.) zu züchten. Das würde den ökologischen Fußabdruck unserer Hunde enorm verbessern; natürlich nur, wenn er keine Sojaprodukte frißt für die der Regenwald sterben muß.
Kohlhöfer
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
„Ich will mein leben zurück!“
Mit dieser Überschrift hat eine junge Frau aus Hessen im Jahre 2000 ihre Empfindungen treffend niedergeschrieben, die jene Rasselisten verursachen, die unser gewohntes Leben bis heute verändert haben. Auszüge aus Wuff 02/10: „Eine von Medien gesteuerte Hetzkampagne, die ihres gleichen sucht, macht ein Leben wie ich es seit nunmehr fast 10 Jahren mit meinen Hunden lebe, unmöglich. Die Innenminister der Bundesländer tragen einen Wettkampf um die schärfste, blutigste und somit sinnloseste Hundeverordnung aus, der Sieger steht noch lange nicht fest. Die Antihundelobby erfährt einen noch nie dagewesenen, von öffentlicher Hand geförderten Auftrieb. Endlos klingelt mein Telefon, unzählige verängstigte aber auch wütende Anrufer suchen Rat und Hilfe, und so ganz nebenbei, zunächst unbemerkt, heimlich und leise geht mein Leben dahin.“
„Ich möchte laut schreien: Versteht ihr den nicht, worum es hier geht? Meine Zukunft und die der mir anvertrauten Vierbeiner ist plötzlich ungewiss – mein Leben verabschiedet sich langsam aber sicher von mir. Ich gehöre jetzt zu einer als kriminell angesehenen Randgruppe, habe mich selbst ins Abseits der Gesellschaft geschossen, doch wodurch? Meine Hunde sind noch niemals unangenehm aufgefallen, ich gehe arbeiten, auch noch im öffentlichen Dienst, zahle meine Steuern, habe ein Patenkind in der Dritten Welt, lebe so gut ich kann im Einklang mit der Schöpfung und engagiere mich für den Tierschutz.“ „Mein Leben ist zum Kampf geworden, schreibe Briefe, E-Mails, beantworte dieselben, habe den halben Tag das Telefon am Ohr, gehe demonstrieren, sammle Unterschriften und unterwerfe mich und meine Hunde den nun vorgeschriebenen Regularien, denn auch ich habe Angst vor dem was noch kommt.“
Neun Jahre später: „Wenn ich heute dieses Dokument lese, natürlich emotional geprägt von den Geschehnissen des Sommers 2000, kann ich die Ohnmacht und Verzweiflung dieser Tage sofort wieder spüren. Ich bin für meine Hunde zum Kämpfer geworden und dieser Kampf dauert bis heute an. Ich wollte mein Leben zurück, so wie ich es kannte – das ist leider ein Traum geblieben. Im Jahre 2009 ist der Rottweiler in Hessen auf der Rasseliste aufgetaucht, und plötzlich waren alle die am Start, die wir damals vergeblich um Solidarität angefleht haben. Viele kritische Stimmen haben es im Jahre 2000 vorausgesagt: Jede Rasse kann die nächste sein! Das Einzige, was mich bis heute traurig stimmt, ist die fehlende Solidarität und das selbst Hundebesitzer untereinander durch diese unsäglichen Rasselisten zu „Rassisten“ wurden.“
So, oder so ähnlich ergeht es uns allen jeden Tag. Ich mußte leider feststellen, das auch wohlmeinende „Hundefunktionäre“ keine Ahnung haben was uns täglich so „blüht“. Es ist nicht nur die fehlende Solidarität sondern auch die zu vermutende Kumpanei einiger mit dem Gesetzgeber. Natürlich sind Rasselisten falsch, natürlich fehlt jeglicher wissenschaftlicher Beweis für die besondere Gefährlichkeit der betroffenen Rassen, und ja, natürlich ist das obere Ende der Leine verantwortlich, aber wo ist die leidenschaftliche Rhetorik, wo die notwendige Polemik, wo das Entsetzen über diese schreiende Ungerechtigkeit? Mit trockenen, „dpa-ähnlichen Berichten“ gewinnt man nicht mal ein Scharmützel geschweige denn eine Schlacht!
Kohlhöfer
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
VPG Prüfung mit einem Stafford
Leider gehöre ich zu jenen Alten die SchH-Prüfung (Schutzhundprüfung) sagen wenn sie VPG-Prüfung (Vielseitigkeitsprüfung) meinen. Ich bin sogar so altmodisch zu behaupten, dass ein Hund einen gewissen Schutz darstellen darf, dass er das Recht hat seine Familie im Bedarfsfalle zu verteidigen. So weit so gut. Was mich aber selbst nach 30 Jahren Schutzhundeausbildung mit unserer Rasse gewaltig auf die Palme bringt, ist die dämliche Aussage auch vieler sogenannter Hundesportler, die Listenhunderassen würden sich auf gar keinen Fall für den Schutzdienst eignen da sie anschließend als Familienhunde nicht mehr tauglich wären. „Kenner“ unserer Rasse, die seltsamerweise nie einen Stafford besessen haben, wissen natürlich durch die sattsam bekannten unglückseligen Bücher des Dr. Dieter Fleig, dass diese Hündchen bei Bedrohung in eine „Rotphase“ geraten bei der sie keinerlei Einwirkungen mehr wahrnehmen. (Simone Beckmann, Der American Staffords, wie sie wirklich sind). Diese „Kenner“ empfehlen Aggression behutsam einzudämmen und den Hund vor „wutauslösenden Konfrontationen“ zu bewahren. Bei den zu erwartenden Softstockschlägen würden bei einer Schutzhundeausbildung diese Hunde ins „Nirwana abdriften“ Als ich das las wußte ich nicht ob ich weinen oder lachen sollte. Ist die Dame nur ungeeignet für die Hundehaltung oder hat ihr Hund einen „Sprung in der Schüssel“ oder gar beides? Seit nahezu 40 Jahren befasse ich mich mit Hunden dieser Rassen. Nie habe ich einen Stafford auch bei harten Schutzdiensthandlungen in eine „Rotphase“ abdriften sehen. Aufgrund meiner Erfahrung wage ich die Behauptung, dass 90 % der Staffords sich nicht für die VPG Prüfungen eignen; nicht etwa wegen der zu erwartenden „Rotphase“, sondern weil sie bei der geringsten Belastung „die Biege“ machen. Wenn dieser „Rotphasenquatsch“ zutreffend wäre, müßte man da die Schutzdienstüberprüfung, bei der der Hund nach dem Auslassen Ruhe zeigen muß, nicht geradezu zwingend als Zuchtzulassung vorschreiben? Man könnte dann, wenn es sie denn gäbe, die nicht zu beruhigenden Hysteriker der Einschläferungsspritze zuführen!
Seit knapp 30 Jahren führen die Mitglieder unseres Clubs Hunde bei Vereinsprüfungen, bei Pokalkämpfen und einige schaffen es sogar trotz massiver Vorurteile bis in die Landesausscheidungen. Unsere Selektion auf Leistung hat einen ruhigen wesensfesten Hund geschaffen mit extrem gesunder Anatomie. Man sollte allmählich anfangen dies zu würdigen und sich nicht bei jedem Schutzdienstbild mit einem Stafford in die Hose machen.
Kohlhöfer
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
Pandemie, Blick über den Zaun!
Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Menschen an Malaria, die ganz einfach durch ein Moskitonetz geschützt werden könnten. Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Mädchen und Jungen an Durchfallerkrankungen, die mit einer isotonischen Salzlösung im Wert von ca. 25 Cent behandelt werden könnten. Die Masern, Lungenentzündungen und andere mit relativ preiswerten Impfstoffen heilbare Krankheiten haben jedes Jahr bei fast 10 Mio. Menschen den Tod zur Folge. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.
Aber als vor einigen Jahren die famose „Vogelgrippe“ ausbrach, überfluteten uns dir globalen Informationssysteme mit Nachrichten. Beängstigende Alarmsysteme wurden ausgegeben. Eine Epedemie, die gefährlichste von allen, eine Pandemie.
Die schreckliche Krankheit der „Hühner“ ging um den Globus. Die Vogelgrippe tötete weltweit „nur“ 250 Menschen in 10 Jahren, 25 Menschen pro Jahr. Die normale Grippe tötet jedes Jahr weltweit 500 000 Menschen. Warum ein solcher Rummel um die Vogelgrippe? Etwa weil es hinter diesen „Hühnern“ einen Hahn gibt? Der transnationale Pharmariese Roche hat von seinem famosen Tamiflu zig Mio. Dosen alleine in die asiatischen Länder verkauft. Obgleich Tamiflu von zweifelhafter Wirksamkeit ist, hat allein die britische Regierung 14 Mio. Dosen zur Vorsorge für die Bevölkerung gekauft. Die Vogelgrippe hat Roche und Relenza, den beiden Herstellern der antiviralen Produkte Milliardengewinne eingespült! Jetzt die Hysterie um die Schweinegrippe. Niemand redet mehr von der ökonomischen Krise, den Kriegen, den sich wie Geschwüre ausbreitendem Terror. Nur noch Schweinegrippe, die Grippe der Schweine? Ich frage mich, wenn es hinter den Hühnern einen großen Hahn gab, gibt es hinter den Schweinen ein „großes Schwein“? Ein Verantwortlicher von Roche: „Wir sind sehr besorgt um diese Epedemie, so viel Leid. Darum werden wir das wundervolle Tamiflu zum Verkauf anbieten.“ 50 US Dollar für ein Schächtelchen Tabletten! Die nordamerikanische Fa. Gilead Sciences hält das Patent für Tamiflu. Der größte Aktionär der Firma ist ausgerechnet der ach so geschätzte Donald Rumsfeld, einer der Urheber des Irak-Krieges. Roche und Relenza reiben sich nun wieder die Hände über die neuen Millionengewinne mit dem zweifelhaften Tamiflu. Ja, es gibt eine zweifellos eine Pandemie, es ist die Pandemie der Gier! Dabei wäre es ganz einfach; die Weltgesundheitsorganisation erklärt ein Weltgesundheitsproblem, erlaubt die Herstellung von Generika nach Aufhebung der Patente und verteilt jene Generika kostenlos an die ärmeren Länder!
Wie klein ist doch dagegen unser Problem. Vielleicht steckt aber auch hinter den Hundeverordnungen ein „dummer Hund“? Direkt Geld verdienen kann man damit zwar nicht, aber karrierefördernd könnte es durchaus sein. Dabei sind auch die Hundeverordnungen von durchaus zweifelhafter Wirksamkeit. In Bremen mit der schärfsten Kampfhundeverordnung z.B. nehmen die Beißvorfälle wieder zu. Glaubt man den Medien, dann haben Mischlinge und Schäferhunde zugebissen, „Kampfhunde“ spielen nur eine „untergeordnete“ (keine?) Rolle. Man kommt ja als „karrieregeiler“ Politiker mit jedem Mist in die Medien; „Alte Menschen benötigen keine teuren Hüftgelenke mehr“, sagt der „gnadenlos begabte“ Politiker der CDU Philipp Mißfelder, „es rentiert nicht mehr“, obwohl 2 Jahre Pflege durch Immobilität wesentlich teurer sind als ein künstliches Hüftgelenk. Mathe war wohl nicht seine Stärke. Tja, Philipp M., setzen, eine glatte Sechs.
Kohlhöfer
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
„Wie Hunde die Welt verändern“
So hieß der Untertitel der Sendung „Erlebnis Erde“ der am 5.1.09 zur besten Sendezeit lief. Ich hatte, das muß ich zugeben, große Angst vor dieser Sendung, da ich befürchtete, der „blutige, allgegenwärtige Kampfhund“ hätte das Leben auf dieser Erde verändert. Doch weit gefehlt!! Selten habe ich eine objektivere Dokumentation über die Haustierwerdung des Hundes und sein einzigartiges Leben an der Seite des Menschen gesehen. Kein Tier ist uns Menschen so nah wie der Hund.
Wir Hundebesitzer wissen es; Hunde verstehen was wir fühlen. So waren in diesem Film rührende Bilder zwischen Menschen und Hunde aus allen Kulturen zu bewundern, die ein liebevolles , inniges Verhältnis spiegelten. Dazu wurde in außergewöhnlichen Bildern die Leistungen des Hundes im Dienste der Menschen als Helfer bei der Jagd, beim Hüten von Schafen, als treue Begleiter und zuverlässige Beschützer gezeigt.
Sie halfen bei der Besiedlung von lebensfeindlichen Regionen, ohne ihre Hunde, die sie zu den ausdauernsten Geschöpfen unter der Sonne gezüchtet haben, wäre ein Überleben der Inuit (Eskimos) unmöglich gewesen. Besonders verblüffend war für mich die Vermutung, daß der Hund bei der Haustierwerdung anderer Tiere, unentbehrlich war.! Da Schafe und Ziegen schon immer unzugängliche Gebirgsregionen besiedelten, mußte zwangsläufig der Hund das Treiben der Schafe und Ziegen übernehmen. Es wurde mit wunderbaren Bildern die unglaubliche Arbeit der Border – Collies in den schottischen Highlands gezeigt, die das gesamte Jagdverhalten des Wolfes noch in sich tragen, ohne des Schafen allerding nur ein Haar zu krümmen. In Mexiko werden Nackthunde als mystische Tiere verehrt – den Welpen schreiben die Menschen dort heilende Kräfte zu.
Dann waren da noch die Wachhunde. Große starke Tiere, die immer noch trotz Hightech-Alarmanlagen der wirksamste Schutz vor Einbrechern sind. Darüber wurde ganz unaufgeregt, da in England gedreht wurde, berichtet. Vier Dobermänner stürmten bellend an das Tor des Grundstückes, das Drehteam wurde von der Besitzerin eingelassen, die Hunde begrüßten die Fremden und spielten dann ausgelassen miteinander. In Deutschland unmöglich; es würde Anzeigen hageln, die halbe Welt würde sich bedroht fühlen und der nächste irrsinnige Innenminister würde fragen: „Haben wir denn den Dobermann schon auf der Liste?“ Wir sollten der Hysterie trotzen -zu allen Zeiten und in allen Kulturen warnten Hunde vor Gefahren die ihrer menschlichen Gruppe galten. Dies ist auch heute noch legitim!!
Abschließend: Der Mensch hat den Hund geformt – und umgekehrt. Ohne Hunde wären wir Menschen nicht das, was wir sind, möglicherweise noch Jäger und Sammler. Der Gedanke könnte mir gefallen – Josef Ackermann beim Beerensammeln!
Kohlhöfer
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
„Roland Koch und der Molch“
Wissen sie was ein Molch ist? Nein, nein, kein Lustmolch!! Triturus, „geschwänzter Wassergott“ – nach Triton dem Sohn des grichischen Meeresgottes Poseidon, der halb Mensch, halb Fisch war. Die Schwanzlurche sind Grenzgänger zwischen den Elementen Land und Wasser. Die verblüffensten Eigenschaften der Molche; sie können fehlende Körperteile nachwachsen lassen – ob Schwanz, Augen, Beine oder Kiefer. An der Wunde eines abgerissenen Beines etwa entwickelt sich zunächst wie ein amputiert wirkender Stumpf, aus dem mit der Zeit eine neue Extremität erwächst. Im Unterschied zu Eidechsen , bei denen ein erneuerter Schwanz keine Knochen enthält, ist das Regenerat bei Molchen völlig intakt. Molche besitzen sogar sich selbst regenerierende Herzen ohne vernarbtes Gewebe! Die Wissenschaftler konnten bei diesen Körperprozessen keinerlei Stammzellen nachweisen, also jene Körperzellen die noch nicht ausdifferenziert sind und sich je nach Umgebung spezialisieren können. Die Zellen eines verletzten Molchherzen z.B. geben ihre spezialisierten Eigenschaften auf, teilen sich und stellen Herzmuskelmasse wieder her, bis die Wunde verheilt ist. Noch unglaublicher– isolierte Herzmuskelzellen, die in ein Molchbein injiziert wurden, das gerade nach einer Amputation nachwuchs, gaben ihre Spezialisierung auf und wurden zu Skelettmuskelzellen! Bei Säugetieren konnte man so etwas noch nie beobachten, man vermutet jedoch, daß die Gene auch bei uns existieren, nur abgeschaltet wurden. Ein hochinteressantes, wichtiges Wissenschaftsgebiet das einen Quantensprung in der Medizin auslösen könnte!
Sie fragen sich sicher, was daß alles mit Roland Koch zu tun hat. Auch er ist zum Leidwesen vieler Hessen durch die Dummheit der SPD wieder unverwechselbar „nachgewachsen“! Es gibt aber noch eine direkte Verbindung von Koch zu den Molchen – genauer gesagt zu den Kammmolchen. Der Kammmolch, ein gefährdetes Tier das in Deutschland auf der Roten Liste geführt wird, galt in Hessen lange als „umstrittene“ Tierart. Der Molch als Wirtschaftshemmnis, als Verhinderer großer Infrastrukturvorhaben! Eine Trasse der A49 von Kassel in Richtung Gießen war durch den hessischen Herrenwald geplant wo über 5000 Kammmolche leben. – die größte Population Hessens. Wenn eine Population einer bedrohten Art gefährdet ist, darf ein solches Großprojekt nicht gestartet werden. Dennoch wollte besonders Roland Koch „mit allen Mitteln der Technik und des Rechts“ die Trasse durch den Herrenwald führen, womit die einzigartige Population vernichtet worden wäre. Tierschützer klagten und hatten nach 10!! Jahren Erfolg. Inzwischen ist eine neue Trasse geplant, die 40 Millionen Euro weniger kostet als die ursprüngliche Route. Jeder der 5000 Kammmolche im hessischen Herrenwald hat dem Steuerzahler 8000 Euro erspart und möglicherweise einen Forschungszweig gerettet!!
Also ehrlich – als Steuerzahler, als Naturfreund, als hessischer Kampfhundbesitzer sowieso, glaube ich fast, daß mir ein Kammmolch als Landesvater lieber gewesen wäre. Und hübscher wäre er außerdem.
Kohlhöfer
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
„Es wäre an der Zeit ..“
.. den Unsinn mit den Rasselisten in den Gefahrhundeverordnungen aufzugeben und die unglaubliche Diskriminierung der Halter dieser Hunde zu beenden. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 16. März 2004, das zwar die Rechtmäßigkeit der „vermuteten Gefährlichkeit“ bestimmter Hunderassen bestätigt, jedoch ausdrücklich betont:
„Allerdings muß der Bundesgesetzgeber die weitere Entwicklung beobachten. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Ursachen aggressiven Verhaltens von Hunden der verschiedenen Rassen und über das Zusammenwirken unterschiedlicher Ursachen sowie die tatsächlichen Annahmen des Gesetzgebers belassen noch erhebliche Unsicherheit. Es ist deshalb notwendig, die Gefährdungslage, die durch das Halten von Hunden entstehen kann, und die Ursachen dafür weiter im Blick zu behalten und insbesondere das Beißverhalten der von § 2 Abs. 1 Satz 1 HundverbrEinfG erfassten Hunde künftig mehr noch als bisher zu überprüfen und zu bewerten. Wird dabei die prognostische Einschätzung der Gefährlichkeit dieser Hunde durch den Gesetzgeber nicht oder nicht in vollem Umfang bestätigt, wird er seine Regelung den neuen Erkenntnissen anpassen müssen.“ Oder: „Dabei geht es in erster Linie darum, ob die unterschiedliche Behandlung derer, deren Hunde unter § 2 Abs. 1 Satz 1 HundverbrEinfG fallen, und derjenigen, bei denen dies nicht der Fall ist, auch in der Zukunft gerechtfertigt ist. Sollte sich bei der Beobachtung und Überprüfung des Beißverhaltens von Hunden ergeben, daß Hunde anderer als der in dieser Vorschrift genannten Rassen im Verhältnis zu ihrer Population bei Beißvorfällen vergleichbar häufig auffällig sind wie Hunde, auf die § 2 Abs. 1 Satz 1 HundverbrEinfG bisher beschränkt ist, könnte die angegriffene Regelung in ihrer gegenwärtigen Fassung nicht länger aufrechterhalten werden. Sie wäre vielmehr aufzuheben oder auf bisher nicht erfasste Rassen zu erstrecken.“
Es ist leider eine traurige Wahrheit; Politiker verkaufen auch noch den größten Mist den sie angerichtet haben als Erfolg. Deshalb ist davon auszugehen, dass sie diese willkürlichen Listen, die von Land zu Land auch noch unterschiedlich sind, bis in alle Ewigkeit erweitern. In Holland, Politiker scheinen dort „anders gestrickt“ zu sein, hat man die Beschränkungen für Hunde aufgehoben, da man deren Nutzlosigkeit eingesehen hat. Was tun?? Die Beißstatistiken der Länder angreifen, die allesamt einer seriösen Überprüfung nicht standhalten? Auf die Wesenstest der lückenlos überwachten Listenhunde hinweisen, die eindeutig zeigen, daß es keine signifikant gesteigerte Gefährlichkeit der Listenhunde gibt? Zweifel sind angebracht!
Echte Solidarität unter Hundehaltern wäre vielleicht die Lösung; bedenken sie als „normaler Hundehalter“ wie es wäre, über Nacht zum „outlaw“, zum ständig überwachten potenziellen Kriminellen geworden zu sein. Hätten sie das Herz ihren Hund zu behalten?
Kohlhöfer |
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
Der will nur spielen..“
Nichts, aber auch nichts bringt einen „Kampfhundebesitzer“ wie mich mehr auf die Palme als dieser dämliche Spruch den man beinahe täglich sich anhören muß. Ist es schon schwer genug, mit einem Listenhund unbelästigt spazieren zu gehen, so ist man auch noch permanent auf der Flucht vor der „Der will nur spielen“ – Abteilung. Nichts gegen das Spiel. Spielen ist eine feine Sache. Spielen ist ritualisiertes Lebenstraining ohne ernsthafte Konsequenzen. Durch das Spiel lernt der junge Hund erst, innerhalb eines sozialen Verbandes existieren zu können. Doch spielen benötigt Vertrautheit, man spielt in erster Linie mit Familienmitgliedern und Freunden. Bei Hunden ist es nicht anders. Fremde müssen erst begutachtet und ihre Absichten erkannt werden; „belästigt er meine Gruppe, dringt er in mein Territorium ein, ist es ein Freund oder ein Feind, ist er stark oder dominant, ist er mir sympathisch, hält er sich an die Regeln,“ oder versucht der hypersexuelle Idiot ohne Unterlass die Hündin zu decken, obwohl sie nicht in der Hitze ist. Ist man mit mehreren Hunden unterwegs tritt unter Umständen das ausgeprägte Rudelverhalten ein, der Fremde wird sofort ernsthaft attackiert, usw. ,usw.. Erst wenn aus der Sicht der Hunde alles abgeklärt ist, „kann“ man ein Spiel zulassen, aus dem bei fremden Hunden immer noch blitzschnell Ernst werden kann. Rücksichtsvolle Hundehalter beobachten die Begegnung genau und leinen notfalls ihren Vierbeiner an. Menschen werden von Hunden meist toleranter behandelt, da wir aus deren Sicht ohnehin für nonverbale Kommunikation zu dämlich sind.
Listenhundebesitzer sind bei Hundebegegnungen allerdings besonders gefährdet. Egal wie der Zoff entsteht, egal wie verzweifelt man versucht den knurrenden, aufdringlichen Hund auf Distanz zu halten, der „Kampfhund“ ist schuld, daß weiß doch wohl jedes Kind. „Mein Alex knurrt halt beim Spiel, daß macht er immer so, er meint es nicht ernst. Sie sollten ihren gefährlichen Kampfköter einschläfern lassen“.
Wahre Begegnungen: Frieda und ich sind mit dem Rad unterwegs, wir treffen wie so oft auf Schoko, vermutlich ein Dobermann/Setter – Mix. Schoko hat von klein auf durch ihr angstvolles Frauchen gelernt, daß Frieda und ich brandgefährliche Individuen sind. Hat sie vermutlich im Fernsehen gesehen. Schoko verteidigt folgerichtig ihr Frauchen und umkreist meinen Hund und mich bellend, knurrend, an guten Tagen blitzschnell zuschnappend. Nach minutenlangem Getöse hat Frauchen endlich ihren Hund eingefangen. Es ist noch einmal gutgegangen. Natürlich sind wir schuld , Frieda und ich. Hätte ich nicht einen anderen Weg wählen können! Stellen sie sich vor, ihr Nachbar würde jedesmal bei ihrem Anblick wüste Verbalattacken vom Stapel lassen. Mit der Zeit würden sie ihn im günstigsten Falle hassen. Frieda jedenfalls möchte Schoko mittlerweile vermutlich gerne tot sehen.
Terriermischling Max kommt uns entgegen. Vorsichtig und freundlich beschnuppern sich die Hunde um anschließend ausgelassen zu spielen. Der sehr selbstsichere Besitzer von Max begrüßt ebenfalls die kleine Frieda, und ich bin glücklich, endlich einen vernünftigen Hundebesitzer getroffen zu haben. Er ist selten, aber es gibt ihn wirklich.
Kohlhöfer
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
|
|