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• Kolumnen |
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Das ist ein Pitbull, oder etwa nicht??? |
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1.„Solidarität“
Solidarität (abgeleitet vom lateinischen solidus für gediegen, echt oder fest; Adjektiv: solidarisch) bezeichnet eine, zumeist in einem ethisch-politischen Zusammenhang benannte Haltung der Verbundenheit mit - und Unterstützung von - Ideen, Aktivitäten und Zielen anderer. Sie drückt ferner den Zusammenhalt zwischen gleichgesinnten oder gleichgestellten Individuen und Gruppen und den Einsatz für gemeinsame Werte aus, auch Solidargemeinschaft
Nach meinem Empfinden ist der VDH, der Verband für das Deutsche Hundewesen eine Solidargemeinschaft oder sollte es zumindest sein. Gemeinschaftsgefühl, gleiche Ziele, Ordnungen, Wertvorstellungen über Hundehaltung und Zucht, seriöser Ansprechpartner, usw., usw.. Solidarität kann große Gefühle auslösen und einen immensen Machtzuwachs bringen. Der Gewinn ist durchaus auch bei den Starken die Hilfe gewähren.
Große Gefühle aus der politischen Ecke, ein paar
Zitate:
• „Vorwärts, und nicht vergessen, | worin uns´re Stärke besteht! | Beim Hungern und beim Essen, | vorwärts und nicht vergessen | die Solidarität!“ (Bertolt Brecht,
• „Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker“ (Che Guevara)
• „Nur eine solidarische Welt kann eine gerechte und friedvolle Welt sein.“ (Richard von Weizsäcker,
Ein Machtzuwachs der Solidargemeinschaft VDH gegenüber der Politik? Dazu das Zitat des Monats, aus UR 7/2009 Seite 47, Verabschiedung des Hauptgeschäftsführers des Schäferhundvereins Clemens Lux, dessen Schlagfertigkeit und geistige Flexibilität bemüht wird.
Zitat:
Das war mit Sicherheit einer der Gründe, die zu seinem Mitwirken bei der Erarbeitung einer Gefahrhundeverordnung des Landes Bayern führte, die als beispielgebend für nachfolgende Verordnungen anderer Bundesländer angesehen werden kann und als Erfolg für die Kynologie und den Verein gewertet werden muß!
War das etwa der Deal? Der Schäferhund raus, die anderen Hunde rein. Werte Freunde, daß ist gelebte traumhafte Solidarität! Listenhunde zu beseitigen ist ein Erfolg für die Kynologie! Jawoll! Natürlich verstehe ich die Becksteins, Bouffiers, Höhns,etc.; wir drogenabhängigen, kriminellen Kampfhundebesitzer (Bouffier) verdienen keine Solidarität. Ein aufrechter echter deutscher Hundebesitzer kooperiert natürlich mit der Staatsmacht. Jawoll! Der Deutsche Schäferhund ist deutsches Kulturgut. Jawoll!! Der Rottweiler doch auch (Bloch). „Schon“, sagt Bärbel Höhn, „der beißt aber zu fest“! Ich frage mich beklommen, warum wir eigentlich einen Prozeß beim Bundesverfassungsgricht gegen diese Verordnungen geführt haben? War das etwa nur ein PR-Gag des deutschen Dachverbandes VDH? Wurden wir etwa nur benutzt? Clemens, wir danken dir für diese Klarheit!!
Kennen sie den Film mit der bezaubernden Julia Roberts –Der Feind in meinem Bett. Jedenfalls gibt es Freunde die jeden Feind überflüssig machen.
Kohlhöfer
Eine harmlose Version dieses Beitrages wurde vom Geschäftsführer des VDH für den UR abgelehnt!!
Kohlhöfer |
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„Wie Hunde die Welt verändern“
So hieß der Untertitel der Sendung „Erlebnis Erde“ der am 5.1.09 zur besten Sendezeit lief. Ich hatte, das muß ich zugeben, große Angst vor dieser Sendung, da ich befürchtete, der „blutige, allgegenwärtige Kampfhund“ hätte das Leben auf dieser Erde verändert. Doch weit gefehlt!! Selten habe ich eine objektivere Dokumentation über die Haustierwerdung des Hundes und sein einzigartiges Leben an der Seite des Menschen gesehen. Kein Tier ist uns Menschen so nah wie der Hund.
Wir Hundebesitzer wissen es; Hunde verstehen was wir fühlen. So waren in diesem Film rührende Bilder zwischen Menschen und Hunde aus allen Kulturen zu bewundern, die ein liebevolles , inniges Verhältnis spiegelten. Dazu wurde in außergewöhnlichen Bildern die Leistungen des Hundes im Dienste der Menschen als Helfer bei der Jagd, beim Hüten von Schafen, als treue Begleiter und zuverlässige Beschützer gezeigt.
Sie halfen bei der Besiedlung von lebensfeindlichen Regionen, ohne ihre Hunde, die sie zu den ausdauernsten Geschöpfen unter der Sonne gezüchtet haben, wäre ein Überleben der Inuit (Eskimos) unmöglich gewesen. Besonders verblüffend war für mich die Vermutung, daß der Hund bei der Haustierwerdung anderer Tiere, unentbehrlich war.! Da Schafe und Ziegen schon immer unzugängliche Gebirgsregionen besiedelten, mußte zwangsläufig der Hund das Treiben der Schafe und Ziegen übernehmen. Es wurde mit wunderbaren Bildern die unglaubliche Arbeit der Border – Collies in den schottischen Highlands gezeigt, die das gesamte Jagdverhalten des Wolfes noch in sich tragen, ohne des Schafen allerding nur ein Haar zu krümmen. In Mexiko werden Nackthunde als mystische Tiere verehrt – den Welpen schreiben die Menschen dort heilende Kräfte zu.
Dann waren da noch die Wachhunde. Große starke Tiere, die immer noch trotz Hightech-Alarmanlagen der wirksamste Schutz vor Einbrechern sind. Darüber wurde ganz unaufgeregt, da in England gedreht wurde, berichtet. Vier Dobermänner stürmten bellend an das Tor des Grundstückes, das Drehteam wurde von der Besitzerin eingelassen, die Hunde begrüßten die Fremden und spielten dann ausgelassen miteinander. In Deutschland unmöglich; es würde Anzeigen hageln, die halbe Welt würde sich bedroht fühlen und der nächste irrsinnige Innenminister würde fragen: „Haben wir denn den Dobermann schon auf der Liste?“ Wir sollten der Hysterie trotzen -zu allen Zeiten und in allen Kulturen warnten Hunde vor Gefahren die ihrer menschlichen Gruppe galten. Dies ist auch heute noch legitim!!
Abschließend: Der Mensch hat den Hund geformt – und umgekehrt. Ohne Hunde wären wir Menschen nicht das, was wir sind, möglicherweise noch Jäger und Sammler. Der Gedanke könnte mir gefallen – Josef Ackermann beim Beerensammeln!
Kohlhöfer
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„Roland Koch und der Molch“
Wissen sie was ein Molch ist? Nein, nein, kein Lustmolch!! Triturus, „geschwänzter Wassergott“ – nach Triton dem Sohn des grichischen Meeresgottes Poseidon, der halb Mensch, halb Fisch war. Die Schwanzlurche sind Grenzgänger zwischen den Elementen Land und Wasser. Die verblüffensten Eigenschaften der Molche; sie können fehlende Körperteile nachwachsen lassen – ob Schwanz, Augen, Beine oder Kiefer. An der Wunde eines abgerissenen Beines etwa entwickelt sich zunächst wie ein amputiert wirkender Stumpf, aus dem mit der Zeit eine neue Extremität erwächst. Im Unterschied zu Eidechsen , bei denen ein erneuerter Schwanz keine Knochen enthält, ist das Regenerat bei Molchen völlig intakt. Molche besitzen sogar sich selbst regenerierende Herzen ohne vernarbtes Gewebe! Die Wissenschaftler konnten bei diesen Körperprozessen keinerlei Stammzellen nachweisen, also jene Körperzellen die noch nicht ausdifferenziert sind und sich je nach Umgebung spezialisieren können. Die Zellen eines verletzten Molchherzen z.B. geben ihre spezialisierten Eigenschaften auf, teilen sich und stellen Herzmuskelmasse wieder her, bis die Wunde verheilt ist. Noch unglaublicher– isolierte Herzmuskelzellen, die in ein Molchbein injiziert wurden, das gerade nach einer Amputation nachwuchs, gaben ihre Spezialisierung auf und wurden zu Skelettmuskelzellen! Bei Säugetieren konnte man so etwas noch nie beobachten, man vermutet jedoch, daß die Gene auch bei uns existieren, nur abgeschaltet wurden. Ein hochinteressantes, wichtiges Wissenschaftsgebiet das einen Quantensprung in der Medizin auslösen könnte!
Sie fragen sich sicher, was daß alles mit Roland Koch zu tun hat. Auch er ist zum Leidwesen vieler Hessen durch die Dummheit der SPD wieder unverwechselbar „nachgewachsen“! Es gibt aber noch eine direkte Verbindung von Koch zu den Molchen – genauer gesagt zu den Kammmolchen. Der Kammmolch, ein gefährdetes Tier das in Deutschland auf der Roten Liste geführt wird, galt in Hessen lange als „umstrittene“ Tierart. Der Molch als Wirtschaftshemmnis, als Verhinderer großer Infrastrukturvorhaben! Eine Trasse der A49 von Kassel in Richtung Gießen war durch den hessischen Herrenwald geplant wo über 5000 Kammmolche leben. – die größte Population Hessens. Wenn eine Population einer bedrohten Art gefährdet ist, darf ein solches Großprojekt nicht gestartet werden. Dennoch wollte besonders Roland Koch „mit allen Mitteln der Technik und des Rechts“ die Trasse durch den Herrenwald führen, womit die einzigartige Population vernichtet worden wäre. Tierschützer klagten und hatten nach 10!! Jahren Erfolg. Inzwischen ist eine neue Trasse geplant, die 40 Millionen Euro weniger kostet als die ursprüngliche Route. Jeder der 5000 Kammmolche im hessischen Herrenwald hat dem Steuerzahler 8000 Euro erspart und möglicherweise einen Forschungszweig gerettet!!
Also ehrlich – als Steuerzahler, als Naturfreund, als hessischer Kampfhundbesitzer sowieso, glaube ich fast, daß mir ein Kammmolch als Landesvater lieber gewesen wäre. Und hübscher wäre er außerdem.
Kohlhöfer
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„Es wäre an der Zeit ..“
.. den Unsinn mit den Rasselisten in den Gefahrhundeverordnungen aufzugeben und die unglaubliche Diskriminierung der Halter dieser Hunde zu beenden. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 16. März 2004, das zwar die Rechtmäßigkeit der „vermuteten Gefährlichkeit“ bestimmter Hunderassen bestätigt, jedoch ausdrücklich betont:
„Allerdings muß der Bundesgesetzgeber die weitere Entwicklung beobachten. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Ursachen aggressiven Verhaltens von Hunden der verschiedenen Rassen und über das Zusammenwirken unterschiedlicher Ursachen sowie die tatsächlichen Annahmen des Gesetzgebers belassen noch erhebliche Unsicherheit. Es ist deshalb notwendig, die Gefährdungslage, die durch das Halten von Hunden entstehen kann, und die Ursachen dafür weiter im Blick zu behalten und insbesondere das Beißverhalten der von § 2 Abs. 1 Satz 1 HundverbrEinfG erfassten Hunde künftig mehr noch als bisher zu überprüfen und zu bewerten. Wird dabei die prognostische Einschätzung der Gefährlichkeit dieser Hunde durch den Gesetzgeber nicht oder nicht in vollem Umfang bestätigt, wird er seine Regelung den neuen Erkenntnissen anpassen müssen.“ Oder: „Dabei geht es in erster Linie darum, ob die unterschiedliche Behandlung derer, deren Hunde unter § 2 Abs. 1 Satz 1 HundverbrEinfG fallen, und derjenigen, bei denen dies nicht der Fall ist, auch in der Zukunft gerechtfertigt ist. Sollte sich bei der Beobachtung und Überprüfung des Beißverhaltens von Hunden ergeben, daß Hunde anderer als der in dieser Vorschrift genannten Rassen im Verhältnis zu ihrer Population bei Beißvorfällen vergleichbar häufig auffällig sind wie Hunde, auf die § 2 Abs. 1 Satz 1 HundverbrEinfG bisher beschränkt ist, könnte die angegriffene Regelung in ihrer gegenwärtigen Fassung nicht länger aufrechterhalten werden. Sie wäre vielmehr aufzuheben oder auf bisher nicht erfasste Rassen zu erstrecken.“
Es ist leider eine traurige Wahrheit; Politiker verkaufen auch noch den größten Mist den sie angerichtet haben als Erfolg. Deshalb ist davon auszugehen, dass sie diese willkürlichen Listen, die von Land zu Land auch noch unterschiedlich sind, bis in alle Ewigkeit erweitern. In Holland, Politiker scheinen dort „anders gestrickt“ zu sein, hat man die Beschränkungen für Hunde aufgehoben, da man deren Nutzlosigkeit eingesehen hat. Was tun?? Die Beißstatistiken der Länder angreifen, die allesamt einer seriösen Überprüfung nicht standhalten? Auf die Wesenstest der lückenlos überwachten Listenhunde hinweisen, die eindeutig zeigen, daß es keine signifikant gesteigerte Gefährlichkeit der Listenhunde gibt? Zweifel sind angebracht!
Echte Solidarität unter Hundehaltern wäre vielleicht die Lösung; bedenken sie als „normaler Hundehalter“ wie es wäre, über Nacht zum „outlaw“, zum ständig überwachten potenziellen Kriminellen geworden zu sein. Hätten sie das Herz ihren Hund zu behalten?
Kohlhöfer |
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Der will nur spielen..“
Nichts, aber auch nichts bringt einen „Kampfhundebesitzer“ wie mich mehr auf die Palme als dieser dämliche Spruch den man beinahe täglich sich anhören muß. Ist es schon schwer genug, mit einem Listenhund unbelästigt spazieren zu gehen, so ist man auch noch permanent auf der Flucht vor der „Der will nur spielen“ – Abteilung. Nichts gegen das Spiel. Spielen ist eine feine Sache. Spielen ist ritualisiertes Lebenstraining ohne ernsthafte Konsequenzen. Durch das Spiel lernt der junge Hund erst, innerhalb eines sozialen Verbandes existieren zu können. Doch spielen benötigt Vertrautheit, man spielt in erster Linie mit Familienmitgliedern und Freunden. Bei Hunden ist es nicht anders. Fremde müssen erst begutachtet und ihre Absichten erkannt werden; „belästigt er meine Gruppe, dringt er in mein Territorium ein, ist es ein Freund oder ein Feind, ist er stark oder dominant, ist er mir sympathisch, hält er sich an die Regeln,“ oder versucht der hypersexuelle Idiot ohne Unterlass die Hündin zu decken, obwohl sie nicht in der Hitze ist. Ist man mit mehreren Hunden unterwegs tritt unter Umständen das ausgeprägte Rudelverhalten ein, der Fremde wird sofort ernsthaft attackiert, usw. ,usw.. Erst wenn aus der Sicht der Hunde alles abgeklärt ist, „kann“ man ein Spiel zulassen, aus dem bei fremden Hunden immer noch blitzschnell Ernst werden kann. Rücksichtsvolle Hundehalter beobachten die Begegnung genau und leinen notfalls ihren Vierbeiner an. Menschen werden von Hunden meist toleranter behandelt, da wir aus deren Sicht ohnehin für nonverbale Kommunikation zu dämlich sind.
Listenhundebesitzer sind bei Hundebegegnungen allerdings besonders gefährdet. Egal wie der Zoff entsteht, egal wie verzweifelt man versucht den knurrenden, aufdringlichen Hund auf Distanz zu halten, der „Kampfhund“ ist schuld, daß weiß doch wohl jedes Kind. „Mein Alex knurrt halt beim Spiel, daß macht er immer so, er meint es nicht ernst. Sie sollten ihren gefährlichen Kampfköter einschläfern lassen“.
Wahre Begegnungen: Frieda und ich sind mit dem Rad unterwegs, wir treffen wie so oft auf Schoko, vermutlich ein Dobermann/Setter – Mix. Schoko hat von klein auf durch ihr angstvolles Frauchen gelernt, daß Frieda und ich brandgefährliche Individuen sind. Hat sie vermutlich im Fernsehen gesehen. Schoko verteidigt folgerichtig ihr Frauchen und umkreist meinen Hund und mich bellend, knurrend, an guten Tagen blitzschnell zuschnappend. Nach minutenlangem Getöse hat Frauchen endlich ihren Hund eingefangen. Es ist noch einmal gutgegangen. Natürlich sind wir schuld , Frieda und ich. Hätte ich nicht einen anderen Weg wählen können! Stellen sie sich vor, ihr Nachbar würde jedesmal bei ihrem Anblick wüste Verbalattacken vom Stapel lassen. Mit der Zeit würden sie ihn im günstigsten Falle hassen. Frieda jedenfalls möchte Schoko mittlerweile vermutlich gerne tot sehen.
Terriermischling Max kommt uns entgegen. Vorsichtig und freundlich beschnuppern sich die Hunde um anschließend ausgelassen zu spielen. Der sehr selbstsichere Besitzer von Max begrüßt ebenfalls die kleine Frieda, und ich bin glücklich, endlich einen vernünftigen Hundebesitzer getroffen zu haben. Er ist selten, aber es gibt ihn wirklich.
Kohlhöfer
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