Rassehundezuchtverein für American Staffordshire Terrier.
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  Brachyzephalie (Brachis = kurz, cephalus = Kopf)!  
 

 
 

Es gibt eine Menge Ungeheuerlichkeiten in der modernen Rassehundezucht die sich in dem Überbetonen der „Schönheitspoints“ sowie das oft völlige Nichtbeachten der körperlichen wie seelischen Fitness austoben! Um einige Ungeheuerlichkeiten aufzuzählen: Blauer-Dobermann-Syndrom (Nebennieren-Insuffiziens, Immun-Komplexstörung) , Verkrüppelung der Schwanzwirbelsäule (Lähmung der Hintergliedmaßen, Harn- und Kotinkontinenz), Extremer Zwergwuchs (Fehlbildung der Zwischenwirbelscheiben, Bandscheibenvorfälle), Hauteinstülpungen am Rücken (Lähmungen, Meningitis) , Grey-Collie-Syndrom (Mangelnde Infektionabwehr), Haarlosigkeit (Eingeschränkte Seh- und Hörfähigkeit, Störung des Gleichgewichtsorgans, bei Weißtiger eine perinatale (während der Geburt) Sterblichkeit bis 47 %), Ektropium (Tränenfluß, Konjuntivitis), Entropium (Hornhaut- und Bindehautirritationen, Konjunktivitis, Keratitis), usw..
Natürlich gibt es noch mehr „modischen Schnickschnack“ wie exzessiver Haarwuchs (ständiger dichter Vorhang vor dem Gesicht), extreme Hautfaltenbildung die jedem Zebubullen gerecht würde, Riesen mit Extremgewichten, Karpfenrücken, usw.usw. Über all diese Dinge kann man trefflich streiten. Eine Sache allerdings, die auch unsere Rasse tangiert, die so offensichtlich Tierquälerei bedeutet, die Brachyzephalie, muß besprochen werden.
Das Jahr 2007 war das Jahr von Knut, dem Eisbär. Rundlich, verspielt, vital, man mußte dieses entzückende Eisbärenkind lieben. Und doch sah der kleine Knut schon aus wie ein echter Bär; starke Tatzen, langer Fang. Wäre Knut brachyzephal geboren, hätte man ihn vermutlich sofort eingeschläfert und als Grund sicher Verkrüppelung der Kiefer notiert.
Definition der Brachyzephalie; breiter, runder Schädel bis hin zu primatenähnlichem Rundkopf und/oder Verkürzung der Kiefer und Nasenknochen, . Probleme: Kurzköpfige Hunde sind prädisponiert für Probleme der oberen Atemwege, Brachyzephales Syndrom. Verengte Nasenlöcher und Nasenhöhlen, ein verlängertes und verdicktes Gaumensegel, Veränderungen am Kehlkopf. Diese Veränderungen können einzeln oder in Kombination auftreten und beeinträchtigen die Atmungsfunktion, was zu unterschiedlich lauter, schnarchender Atmung und in schweren Fällen zu hochgradiger Atemnot, Blaufärbung der Schleimhäute und zum Kollaps führen kann. Bei höheren Temperaturen werden ausgedehnte Schwellkörper in der Hundenase aktiv, sie werden besser durchblutet und dienen der Wärmeregulation. Bei kurzköpfigen Tieren funktioniert dieser Wärmetauscher nicht mehr, die Spalten für die Luft sind so eng, daß sie durch die vergrößerten Schwellkörper abgedichtet werden – das Atmen durch die Nase wird unmöglich. Die Tiere hecheln oft, sind nicht belastbar; Atemnot bedeutet, wie jeder Asthmatiker weiß, extremes Leiden. Der Hinweis vieler Funktionäre, daß ein mäßig verlängerter Gesichtsschädel dem Rassestandard widersprechen würde, kann erbärmlicher nicht sein, da vor ca. 50 Jahren auch bei brachyzephalen Rassen gesunde „Gesichter“ üblich waren. Natürlich muß es in der heutigen Zeit auch möglich sein, einen „uralten“ tierschutzrelevanten Rassestandard zu entrümpeln! Die Vereine des VDH haben sich verpflichtet den § 11b des Tierschutzgesetzes zu achten und darüber hinaus Vorbildfunktion für die gesamte Hundezucht zu sein! Wir sollten damit anfangen, bevor der medial getriebene Gesetzgeber mit überzogener Alibipolitik ganze Rassen an den Rand des Ruins bringt. Wir Staffordbesitzer wissen wovon wir reden!

Kohlhöfer

 
 
 
  Artensterben!  
 

 
 

Natürlich meinen wir es ernst mit dem Artenschutz, die politische Kaste, das „Volk“, die Unternehmen sowieso. Auch wenn wir mit tonnenschweren Geländewagen durch die Natur rasen, die ja zum Nulltarif noch zu haben ist, beruhigen wir unser Gewissen indem wir einen Kasten Bier saufen, und damit, will man Jauch glauben, einen Quadratmeter Regenwald retten. In fernen Landen schützen wir Maulhelden die Natur, in Afrika, in Asien, in Südamerika und lassen die Ärmsten der Armen für die letzten Reservate bezahlen. Für einen Bruchteil des Geldes die z.B. russische Oligarchen für diamantenbesetzte Handys oder für englische Fußballclubs verschwenden, könnte man spielend den vom Aussterben bedrohten sibirischen Tiger oder den noch selteneren Amurleoparden retten. Als der Tierfilmer Kiesling eine Gruppe der letzten Hochlandgorillas im Kongo filmte, kam eine Gorilladame ruhig auf ihn zu und umarmte ihn! Nie habe ich eine Geste gesehen die mich mehr berührt hätte! Doch wir werden auch diese friedlichen Geschöpfe , die über 99% des Erbgutes mit uns teilen, abschlachten, ihre Körper als Jagdtrophäe und ihre Hände und Füße als Aschenbecher oder Schirmständer pervertieren. Und wir Deutschen, wir „umweltpolitischen Musterschüler“, wir lassen in erster Linie doch auch nur jene Megafauna am Leben die wir jagdlich nutzen können. Und wehe ein größerer Beutegreifer, ein Bär, ein Wolf, ein Luchs, etc. wagt sich in dieses gelobte Land; hochoffiziell erfreut begrüßt, um dann als Problem mehr oder weniger klammheimlich abgeknallt zu werden!
Auf Einsicht hoffen? Ein Blick auf den spektakulärsten Vogelmord, der vor knapp 100 Jahren endete, läßt zweifeln. Die amerikanische Wandertaube war einst die häufigste Vogelart auf Erden. Ihre Schwärme, bis zu 360 km lang und viele Millionen zählend, verdunkelten buchstäblich den Himmel. Stunden konnten vergehen, und es war, als kämen sie nie voran weil immer neue nachrückten. Es waren große, prachtvolle Tauben die von Eicheln, Buchäckern und Beeren lebten. Die eine Methode sie zu vernichten, bestand darin, die östlichen Ebenen der Vereinigten Staaten abzuholzen, und sie damit ihrer Nahrung zu berauben. Die andere, die wirksamere Methode war, sie mit Schrotflinten von den verbliebenen Bäumen, auf denen sie zu Millionen saßen und schliefen, zu holen, um täglich Güterwagen mit ihnen voll zu stopfen, um sie nach Boston und New York zu schaffen. Als schließlich ihre unvorstellbare Zahl schmolz, trieb eine Art Wahnsinn die Jäger, sie noch rascher abzuschlachten, solange es noch welche gab, die man erlegen konnte. Im Zoo von Cincinatti starb 1914 die letzte Wandertaube. Die größte Vogelpopulation der Erde in nur 50 Jahren rücksichtslos aufgefressen. „Nachhaltigkeit“ scheint uns im Blut zu liegen!
Harvard-Biologe E.O.Wilson, dem viele Belege für die Widerstandsfähigkeit des Lebens vorliegen, glaubt trotz allem an die selbsterhaltende Einsicht unserer Art: „In diesem Jahrhundert werden wir eine Ethik des allmählichen Bevölkerungsrückgangs entwickeln, bis wir eine Welt mit erheblich verminderter menschlicher Einflussnahme haben.“
Die amerikanische Wandertaube und sehr viele andere Arten wird es allerdings auch dann nicht mehr geben.


Kohlhöfer

 
 
 
  „Hundemord im Hochtaunus“!!  
 

 
 

Am 30.01.2009 verließ ein erst ein Jahr junger Rodesien Ridgeback das Gartengelände seines Besitzers durch ein freigebuddeltes Loch im Zaun und geriet, angelockt durch ausgelegtes Futter, auf dem Nachbargrundstück mit dem Kopf in ein Tellereisen, das an einem Baum angekettet war. Der Nachbar, ein Jäger und Jagdausbilder!!, hatte das seit Jahren verbotene Tellereisen als Fuchsfalle ausgelegt. Der Hundebesitzer, durch das Jaulen seines Hundes alarmiert, versuchte verzweifelt seinen Hund aus der Schnappfalle zu befreien, was ihm aber ohne Werkzeug nicht gelang. Er lief ins Haus zurück, um Werkzeug zu holen. Als er wieder an den Ort des Geschehens zurückkam, war der Hund mit der Falle verschwunden. Er hörte ihn jedoch in der Nachbargarage jaulen und verständigte die Polizei. Pressemitteilung der Polizei:“Als die Beamten eintrafen bot sich ihnen ein grauenhaftes Bild. Der gesamte Garagenboden sowie die Wände waren blutverschmiert. Der Nachbar hatte wohl ebenfalls erkannt, dass sich der Hund in seiner ausgelegten Falle verfangen und schwer verletzt hatte. Da er wußte, dass das Auslegen einer solchen Falle verboten ist, schaffte er das verletzte Tier samt Falle in seine Garage. Dort tötete er den Hund auf unbekannte Weise, anschließend schaffte er den Kadaver in den Kofferraum seines Fahrzeuges und entsorgte ihn an unbekannter Stelle. Er weigerte sich, Auskunft über den Ort der Entsorgung zu geben.“
Das LKA wurde eingeschaltet und ermittelte per DNA – Analyse, dass der Hund in der Garage sich befunden hatte sowie im Kofferraum transportiert wurde.“
Ich will hier nicht falsch verstanden werden; sicher macht die Mehrheit der deutschen Jäger ihren „Job“ gewissenhaft, wenn ich auch nicht nachvollziehen kann, wie man Tiere, die man angeblich liebt, mit oft merkwürdigem Brimborium töten muß. Töten als Hobby? Auch hat das Reichsjagdgesetz des Dritten Reiches, das 1939 schon veraltet war, das in weiten Teilen die Handschrift von dem „Jagdgenossen“ Hermann Göring trägt, in seiner Widerlichkeit bis heute überlebt.
Ein Jäger und Jagdausbilder legt eine verbotene Falle aus. Das allein müßte doch den Jagdbehörden genügen, um einen solchen Mann in die Wüste zu schicken. Aber schlimmer noch, ein Hund ist in die Falle gegangen, anstatt ihm in seiner Not zu helfen, schlachtet er den Hund, entsorgt ihn und entwendet somit „Beweismaterial“. Dieser „Heger und Pfleger unserer Natur“ verweigert der Polizei gegenüber die Auskunft. Man darf schon über den Sinn der Jagd nachdenken, wenn ein solch erbärmlicher Feigling mit Waffen durch die Gegend stolzieren darf!
„Der Mensch muß bestandsregulierend eingreifen“, so die wichtigste Aussage der Jägerschaft. Wirklich? Der Münchner Zoologe Josef Reichholf ist da ganz anderer Ansicht. Die Bestandsentwicklung der Bisamratte am Inn, auf deutscher Seite wird sie gejagt, auf der österreichischen Seite nicht, zeigt, dass es im Jagdgebiet deutlich mehr Bisamratten gibt. Alles klar?

Kohlhöfer

 
 
 
  Der Hund ist intelligent!  
 

 
 

Zu dieser phänomenalen Einsicht kommt der Spiegel in seiner Ausgabe Nr.36. War in den vergangenen Jahren der Hund in dieser Zeitschrift eher eine seelenlose Killermaschine, ein Straßenverschmutzer, ein Egoverstärker für Minderbemittelte, ein Anachronismus der zu beseitigen war, so liest man jetzt ganz andere Ansichten.
Wenn auch die tief sitzende Abneigung spürbar ist mit Sätzen wie: „Waldi und Co galten der seriösen Wissenschaft nur als verblödete Ex – Wölfe, durch die angezüchtete Abhängigkeit vom Menschen über die Jahrtausende zu hechelnden Trotteln degeneriert“, so kommen nun Aussagen wie: „Der Hund kann Dinge, von denen man lange geglaubt hat, dass nur Menschen sie beherrschen“. „Wenn es darum geht, menschliches Verhalten zu deuten, kommt kein Säugetier an die Fähigkeiten von Hunden heran.“ Nicht einmal Menschenaffen würden dies schaffen.
Ich kenne keinen Hinweis eines Wissenschaftlers, der den Hund als verblödeten Ex – Wolf bezeichnet hätte. Auch ist der Schimpanse kein domestiziertes Haustier. Man sollte den Spiegelredakteuren das hervorragende Buch von Frans de Waal „Der Affe in uns“ empfehlen. Möglicherweise würde es ihren Horizont in Ethologie erweitern.
Beeindruckend ist natürlich, dass die Kommunikation mit dem Menschen offenbar schon fest im Erbgut des Hundes verankert ist. Die Forscher stellten den Hunden zwei Behälter vor die Nase, nur einer enthielt Futter. Dann zeigten sie mit dem Finger auf das richtige Gefäß. Auch sechs Wochen alte Welpen kapierten sofort, dass es sich lohnt, dort zu suchen, wohin der menschliche Finger zeigt! Junge, vom Menschen aufgezogene Wölfe, konnten das nicht
Überraschend war für mich allerdings eine Liste (mit Bild) der intelligentesten Hunderassen nach Stanley Coren (Psychologe und Hundetrainer). Rottweiler und Dobermann gehörten dazu. Nicht dass ich das jemals bezweifelt hätte; nur verwundert es schon, wenn intelligente Hunderassen durch hysterische Innenminister auf Kampfhundelisten verbannt werden sollen, auf denen sich doch nur „seelenlose Kampfmaschinen“ tummeln. Dass Hunde intelligent sind, wusste ich schon. Bei Menschen ist das so eine Sache. Nehmen sie die Beißstatistiken. Es gibt Menschen, vornehmlich in politischen Funktionen, die können zwei plus zwei nicht zusammenzählen, anderen Menschen aber glaubhaft vermitteln, das fünf als Lösung gar nicht so schlecht ist. Totale Blödheit oder „politische Intelligenz“?
Etwas in eigener Sache. Ein Studienrat a.D. in NRW findet meine Kommata – Regelungen unter aller Sau. Ich gebe dem Mann recht. Stellen sie sich folgende Aussage eines Länderinnenministeriums vor: Der Staatssekretär sagt, der Innenminister ist eine Flasche. Der Staatssekretär, sagt der Innenminister, ist eine Flasche.
Vom kynologischen Standpunkt aus, stimme ich allerdings beiden Aussagen zu.

Kohlhöfer

 
 
 
  South-Central LA!!  
 

 
 

In South-Central LA ist Mord die Todesursache Nummer 1 für Leute unter 30. Fast 10000 Gangmorde zählt die Statistik in South-Central über die vergangenen 20 Jahre, allein 487 im Jahre 2006. Die Leichenbestatter reagieren auf das gute Geschäft mit Sparpreisen: “Buy one, get one free“ – kaufe einen Sarg, und du kriegst einen zweiten dazu.
„18th Street und „Mara Salvatrucha“ sind die größten und brutalsten Gangs in Los Angeles. Die beiden Latino – Gangs sind auch die mächtigsten des gesamten Landes. Entstanden sind beide Gangs in Pico Union, einem Stadtteil von LA, in dem nur wenig an die Vereinigten Staaten erinnert. Pico Union ist eine der ärmsten Stadtteile der USA überhaupt. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Jahreseinkommen beträgt 9200 Dollar – im Rest des Landes liegt er bei 38 000 Dollar. In LA tobt ein stiller Krieg, die Hilfe für diese Viertel, von Clinton ins Leben gerufen, wurden von dem frommen Georg W. Bush wieder gestrichen. Er hat bekanntlich andere Kriegsschauplätze.
Man muß diese Hintergründe kennen, um das Interview des Hochglanzboulevardblattes Focus, mit Cesar Millan , Wohnort South-Central, verstehen zu können. Die Überschrift „Cesar Millan ist Amerikas Hundeflüsterer, er heilt die Neurosen von Promikötern – und deren Besitzern.“(Will Smith, Nicolas Cage, Ridley Scott, usw.). Der Mann sagt in diesem Interview sehr vernünftige Sachen: „.. gebt den Hunden Beschäftigung, diszipliniert sie, lasst sie körperlich schwer arbeiten, danach dürft ihr sie auch hysterisch lieben. Die Besitzer sind die eigentliche Ursache für die Defizite ihrer Hunde.“ Er selbst besitzt ein Hunderudel bestehend aus einem Chihuahua, einem chinesischen Schopfhund, einer französischen Bulldogge und einem Pitbull. Dazu vervollständigen noch etwa 10 Fremdhunde aller Rassen das Rudel. Cesar Millan, mexikanischer Herkunft: „Hier in South-Central treffe ich jeden Tag auf Gangmitglieder mit ihren Kampfhunden. Diese Hunde sind nicht von Natur aus bösartig, sondern sie sind so, weil man ihnen schlimme Dinge angetan hat. Ich habe diese Hunde hingekriegt, indem ich sie in mein Hunderudel aufgenommen habe. Das Rudel repariert alle Macken. Focus: In Deutschland gibt es Forderungen Kampfhunde zu verbieten. C.M.: „ So eine Forderung basiert auf Desinformation und Angst. Ein Kampfhundeverbot löst das Problem nicht. Jeder, der sich eine starke, kraftvolle Hunderasse zulegt, muß verstehen, dass Training und Disziplin zwei absolut notwendige Dinge sind, damit sich die Tiere unterordnen, denn diese Hunderassen sind Arbeitsrassen. Sie müssen etwas zu tun haben. Schnallen sie ihm einen Hunderucksack um, lassen sie ihn einen Schlitten ziehen, geben sie ihm etwas zu tun, dann werden sie auch mit einem Pitbull glücklich. Seine Energie, seine Kraft muß nur sinnvoll genutzt werden“. Das wollte der arme Focusinterviewer eigentlich nicht herausfinden.
In Comton, einem Viertel ähnlich Pico Union, mit 78 Polizisten für 92 000 Einwohner, genügt ein Graffiti auf der falschen Straßenseite, um erschossen zu werden. Ein Opfer, 16 Jahre alt, wird hüftabwärts gelähmt bleiben. „Überrascht dich wie wir sterben, wenn du weißt, wie wir leben?“, fragt der zuständige Sozialarbeiter (ehem.Gangmitglied). „Nichts stoppt eine Kugel so gut wie ein Job.“ Beißstatistiken über Hunde sind hier aus „irgendeinem“ Grunde völlig unbekannt!

Kohlhöfer

 
 
 
  Staatsfinanzen und Hund!!  
 

 
 

Der direkte Zusammenhang zwischen Staat und Hund ist die leidige Hundesteuer. Zum ersten Mal taucht sie um 1500 als sogenanntes „Hundekorn“ auf. Es war eine Kornabgabe, die zur Ablösung der „Hundegestellungspflicht“ der Bauern im Rahmen von „Jagdfrondiensten“ diente. Im 19.Jahrhundert wurden dann in den deutschen Einzelstaaten Hundeabgaben eingeführt die teils als Luxussteuer, teils als Nutzungsgebühr ausgestattet wurden. Von Anfang an hatten die Gemeinden das Besteuerungs- und Ertragsrecht. Die Hundesteuer hatte etwa den gleichen Stellenwert wie die damalige Gardinensteuer, die Klaviersteuer oder die Junggesellensteuer!
Wäre das nicht auch heute eine tolle Idee für die Ewiggestrigen die widerborstige Jugend endlich in die fromme Ehe mit vielen Kinderchen zu zwingen?
Heute werden mit der Hundesteuer(der Schwachsinn der übrig blieb) „ordnungspolitische Ziele“ verfolgt, indem die Steuer z.B. dazu beitragen soll, die Zahl der Hunde zu begrenzen. Eine sachliche Begründung dafür, warum die Zahl der Hunde begrenzt werden soll, gibt es nicht (pro Jahr werden etwa 4 Milliarden Euro belegbarer Umsätze durch die Hundehaltung erreicht). Unter Berücksichtigung des im europäischen Vergleich geringen Hundeanteils erschließt sich erst recht keine Notwendigkeit für eine Begrenzung. Blindenführhunde, Diensthunde und die Hunde von Forstbediensteten und Jagdaufsehern sind von der Hundesteuer befreit. Rettungshunde oft nicht! Anscheinend hat der Hund eines Jagdaufsehers einen höheren Stellenwert für die Gesellschaft als ein Rettungshund (das 16.Jahrhundert lässt grüßen)!!
Das Aufkommen der Hundesteuer beträgt ca. 220 Millionen Euro pro Jahr. Das sind ca. 0,63 % der Gemeindesteuern (Steuersätze schwanken zwischen 60 und 120 für den 1. Hund und 100 bis 240 Euro für den 2.Hund, für Listenhunde 700 Euro). Wird das 2.Auto etwa höher besteuert als das erste; der Jugendliche im schnellen Gefährt etwa mit dem zehnfachen bwelastet?
Diese Angaben dürfen jedoch bezweifelt werden. Geht man von 5 Millionen in Deutschland lebenden Hunden aus, so ergibt sich bei einer durchschnittlichen Hundesteuer von 80 Euro eine Summe von rund 400 Millionen Euro!
Was bekommen wir dafür? Eine Berechtigung für die Hundesteuer wären möglicherweise „hundeabhängige Ausgaben“ der öffentlichen Hand. Die Beseitigung von Hundedreck. Die normale Straßenreinigung stellt jedoch keine signifikante Zusatzbelastung für die Beseitigung von Hundekot fest. In vielen Städten werden durch Dog-Stations plus Gassi-Beutel die Dreckbelastung durch Hunde beseitigt. Die Kosten dafür machen jedoch nur maximal 10 – 20 % der Hundesteuereinnahmen aus. Mit ca. 20 % werden noch die örtlichen Tierheime finanziert. Da der Hauptkostenfaktor Katzen sind, und nur etwa ein Drittel der Einnahmen zur Versorgung von Hunden eingesetzt wird, ist hier der zurechenbare Zuschuss zur Tierheimfinanzierung bei 5 – 7 % der Hundesteuereinnahmen!
Indirekte Steuern wie Versicherungssteuer durch die Hundehaftpflicht, Mehrwertsteuer durch die Futtermittelindustrie, Tiermedikamente etc. sind noch außen vor. Die Hundesteuer dient vor allem zur Deckung anderer Staatsaufwendungen!
Es ist schlicht und ergreifend empörend wie in „diesem unserem Lande“ Hundebesitzer abgezockt und diskriminiert werden!

Kohlhöfer“


 
   
 
 
  Kinderliebe  
 

 
 

„…. seine sprichwörtliche Liebe zu Kindern , sind von alters her berühmt, ….“ . Diesen Satz schreibt kein windiger Vermarkter von unkontrolliert gezüchteten Hunden, sondern steht in der Rassebeschreibung eines VDH – Zuchtvereins. Die Probe aufs Exempel ergab bei allen angerufenen Rassehundezuchtvereinen den gleichen Mist ; extreme Kinderliebe, Familientauglichkeit ohne Aggressivität, der perfekte Babysitter. Haben wir es wirklich nötig Rassebeschreibungen zu publizieren die den gesunden Menschenverstand außer Acht lassen? Kinderliebe ist so wenig vererbbar wie Leinenführigkeit! Oder hätte schon jemand einem menschlichen Baby „Hundeliebe“ angedichtet ? Hunden Eigenschaften zuzuschreiben wie moralische Entscheidungsfähigkeit ist in höchstem Masse dumm und gefährlich! Aggressivität gehört zum normalen Sozialverhalten eines Hundes. Es gibt keine Überhunde. Auch wir Menschen neigen doch in stressigen Situationen gereizt und manchmal ungerecht. Wer von uns, die Frauen ausgenommen, hätte nicht schon einmal den heftigen Impuls verspürt einem widerlichen Zeitgenossen „eins in die Fresse“ zu hauen?
Mit diesem „Kinderliebgeschwafel“ suggeriert man unerfahrenen Familien einen Welpen zu bekommen der per se kinderlieb ist, duldsam und tolerant bis zur Selbstverleugnung. Kennen sie auch die begeisterten Geschichten über jene Familienhunde die sich alles gefallen lassen, wie Futter wegnehmen, am Schwanz und an den Ohren ziehen, sich auf ihn plumpsen lassen etc. Dämliche Eltern die die extreme Gefährdung ihres Kindes nicht erkennen meinen sie? Vielleicht waren sie nur gutgläubig. Den meisten gescheiterten Mensch Hund Beziehungen liegt diese Problematik zugrunde. Die Töle muß weg, sagt der gestrenge Familienvater, er hat nach meinem Kleinen geschnappt, völlig übersehend dass der arme Hund jeglicher Rückzugsmöglichkeiten beraubt den kindlichen Übergriffen schutzlos ausgeliefert ist. Ein seriöser Züchter sollte dem Welpenkäufer erklären, dass Kleinkinder die Warnsignale des Hundes nicht erkennen können an deren oberen Ende das Knurren und Schnappen steht, dass Eltern mit Kindern nicht weniger sondern mehr Arbeit erwartet. Es ist eigentlich ganz einfach; ein Welpe wird zum Kinderfreund, wenn er Kinder positiv erlebt, ein Kind wird zum Hundefreund wenn es angenehme Erlebnisse mit dem Vierbeiner verbindet. Gibt es also den idealen „Kinder- Hund“ , die ideale kinderfreundliche Rasse? Der Golden Retriever ist nicht mehr und nicht weniger für einen Kinderhaushalt geeignet als etwa ein Rottweiler oder ein Staffordshire Terrier! Kinder müssen durch ihre Eltern lernen respekt- und liebevoll mit dem Hund umzugehen, dann wird jeder Hund ein Kinderfreund, egal welcher Rasse er angehört!


Kohlhöfer

 
   
 
 
  Warum in der heutigen Zeit einen Stafford ??  
 

 
 

Suchen sie einen Hund, sind sie gern sportlich unterwegs in freier Natur, sind sie selbstbewusst, lieben sie das Besondere, geht ihnen der „mainstream“ am …… vorbei, finden sie Frau Höhn schrecklich, sind sie leidensfähig, hartnäckig, hängt ihnen unsere ausufernde Bürokratie zum Halse heraus, sind sie bereit auch mit ihren Freunden und Bekannten über ihren Hund zu diskutieren, dann ist der Stafford der richtige Hund für sie. Erwerben sie einen Welpen dieser Rassen, wird sich ihr Leben sowie ihr Selbstverständnis schlagartig ändern. Sie hielten sich möglicherweise für einen braven Bürger dieses Staates, rechtschaffen, gesetzestreu, brav die Steuern bezahlend. In Hessen gelten sie von nun an nach einer Einschätzung des Innenministers als kriminell, asozial, oder drogenabhängig; im schlimmsten Falle gelten sie als die Summe dieser Eigenschaften. Leicht abgeschwächt gilt das natürlich in anderen Bundesländern ebenso. Zuerst werden alle ihren Welpen entzückend finden, weil er, wie diese Hunde nun einmal sind, auch noch den größten Deppen in ihrer Umgebung überschwänglich begrüßt. Aber nach einigen Monaten wird sich die Einstellung ihrer „Freunde“ gründlich ändern. Sie haben zwar tapfer ihren kleinen Hund als altägyptischen Schlittenhund bezeichnet, doch die „Freunde“ erkennen ihn, den Killer; seine Freundlichkeiten als aggressive Angriffe umdeutend verlassen sie schleunigst ihr Haus. Seien sie nun froh, dass sie sie los sind! Gehen sie mit ihrem Welpen spazieren, werden sie angepöbelt. Hundebesitzer, die sie und ihr Hund freudig begrüßt haben, werden sie fassungslos fragen, warum sie ausgerechnet eine solche Kampftöle besitzen. Sie werden oft das nahezu übermächtige Gefühl haben, einem ignoranten Bürokraten ob seiner Schikanen, einem unverschämten Zeitgenossen ob seiner grundlosen Beschuldigungen „eins in die Fresse“ zu hauen; tun sie es nicht, bleiben sie stark. Sie sind es ihrem Hund schuldig !
Denn ihr kleiner Stafford zählt zu dem Besten was die Rassehundezucht je hervor gebracht hat! Er ist kerngesund, da sein Standart frei von Verkrüppelungsvorschriften ist, er geht mit ihnen stundenlang spazieren, läuft 30 km am Rad, springt frei und mit großer Leichtigkeit über jedes Hindernis, er lässt sich in jeder Disziplin leicht ausbilden und erträgt, da er robust und hart im Nehmen ist, auch ohne Hysterie unangenehme Dinge. Ohne Nervosität, ruhig und gelassen, wartet er, wenn nötig, stundenlang auf sie. Er ist nicht nur ein exzellenter Leistungshund sondern auch ein idealer Familienhund! Versuchen sie es mit ihm; er wird ihr Leben trotz aller Widrigkeiten enorm bereichern, und sie werden das wunderbare Gefühl spüren nicht vor Hass, Dummheit und Ignoranz resigniert zu haben.

Kohlhöfer

 
   
 
 
  Der gesunde Rassehund  
 

 
 

Beim Durchblättern von UR/07 bin ich doch einigermaßen erschrocken. Ich musste mich ausdrücklich nochmals vergewissern, eine Hundezeitschrift in den Händen zu halten, sah ich doch das Bild eines Hundes mit entsetzlich überflüssigen Hautlappen die einem alten Zebubullen zur Ehre gereicht hätten. Extremes Ektropium inclusive. Man muß sich nur ein einziges Mal mit heruntergezogenen Augenliedern in den Wind stellen, um nachzuvollziehen wie manche Hunde leiden. Trotzdem glaube ich immer noch, dass sich die Rassehundezuchtclubs des VDH verpflichtet fühlen, ihre Geschöpfe nicht für den tiermedizinischen Betrieb zu produzieren.
In der modernen seriösen Hundezucht sind es oft „aparte Rassepoints“ mit denen man sich, nur richtig übertrieben, äußerst lukrativ in Szene setzen kann. Das gibt uns noch lange nicht das Recht Missgestalten mit riesigen Köpfen, eingedrückten Nasen, hängenden Hautlappen, winzigen Augen, extrem abfallende Rücken, offene Fontanellen, „Gehwarzen“ statt Beine, usw. zu züchten. Des Menschen bester Freund als Missgeburt für pervertierte Freaks ?? Ich glaube, dass die Zucht auf monströse Krüppel die größte Gefahr für die Rassehundezucht darstellt!
Ausdauernd zu laufen, leicht zu springen, frei atmen zu können, ohne permanente Behinderungen oder Schmerzen durch tierschutzrelevante Standardforderungen, müssen Grundbedingungen einer jeden Rassehundezucht sein. Weit auseinander stehende Augen sollte ein Stafford haben; wozu? Apfelköpfig mit weit auseinander stehenden Glotzaugen und einem verkümmerten Schnäuzchen etwa ? Es wird extreme, beulige Muskulatur gefordert, die einen Bodybuilder in den frühen Herztod treiben würde, wozu? Eine wahre Geschichte; bei dem Besuch einer Ausstellung sah ich „Mäxchen“ , ca. 80 !! kg schwer. Es waren milde 20 °. Bei der Gangwerksprobe fiel „Maxchen“ nach 10 Schritten um und war nicht mehr zu bewegen weiterzulaufen. An seinem Zustand änderten auch nasse, kühlende Tücher nichts die man über „Mäxchen“ ausgebreitet hatte. Die „fachlich versierten“ Zuschauer, die Fans, empfanden es als nicht ungewöhnlich; „.. es ist der Kreislauf, sieht man oft.“ Wenn man extreme Größe möchte, wäre man da nicht mit einem Pferd besser bedient? Dürfen wir es hinnehmen wenn Rassehunde 3 Jahre wachsen um dann 3 Jahre zu sterben?
Es liegt mir fern Rassehundeclubs madig zu machen. Ich habe auch nicht das Geringste gegen Rassepoints, gegen einen typischen Hund ohne extreme Übertreibungen; sie alle haben sicher schon die Werbung eines Versicherungsunternehmen gesehen, bei der ein Jack Russel wie ein Flummy permanent in beachtliche Höhen springt. Ein gesunder, kleiner, vitaler, erfreulich gelungener, typischer Rassehund. Es geht !!
Kohlhöfer

 
   
 
 
  Der Gebrauchshund!  
 

 
 

Was ist das, ein Gebrauchshund? Einen den man bei der Jagd braucht; klar, den Jagdgebrauchshund! Er findet geschossenes Wild, treibt Schweine aus der Dickung, zeigt Standwild an, etc. Die selbstständig arbeitenden Hunde der neuseeländischen Farmer, oder die Schlittenhunde der Eskimos, das sind alles Gebrauchshunde die ein gesundes Gebäude haben und lernfähig sind. Natürlich gibt es noch Blindenhunde, Trümmersuchhunde, Lawinenhunde, Leichenspürhunde, usw..
Bei uns versteht man unter Gebrauchshund in erster Linie den Schutzhund. Zu dieser elitären Gruppe gehören 9 Rassen, von denen einige sicher das Etikett mittlerweile zu Unrecht tragen. Die Unterschiede zu den anderen Gebrauchshunderassen sind oft fließend; so habe ich schon einen Rottweiler bei der Wildnachsuche, und einen Deutsch Drahthaar erfolgreich in der SchH III arbeiten sehen.
Definition: Der Gebrauchshund ist ein leistungsfähiger Arbeitshund. Er kann aufgrund seiner Triebqualitäten und seiner Konstitution vom Menschen für verschiedene Aufgaben ausgebildet und genutzt werden. Das ist unser Hund, der Hund des 1.ASTC. Will man mit ihm arbeiten und sucht einen Hundeplatz auf, hat man allerdings oft das Gefühl Ebola oder ähnliches zu verbreiten. Obwohl der kleine Kerl umgänglich ist, nicht rauft, flott arbeitet, problemlos über die Hürden fliegt, kerngesund ist, jegliches Fehlen von HD, Ellbogendysplasie, Herzkrankheiten, Cauda equina einem beinahe schon peinlich ist, wird man nach einiger Zeit mit dem Satz beiseite genommen: „Du bist doch so ein netter Kerl, willst du dir nicht mal einen gescheiten Hund holen, einen echten Gebrauchshund!“. Es ist zu empfehlen, die Antwort: „Habt ihr denn einen gesunden (Hund)“, sofort zu unterdrücken.
Leider fehlt für unsere Hunde mit ihrem großen Potenzial sehr oft ein versierter Ausbilder. Tumbe Deppen, die ihr armseliges Selbstwertgefühl mit einem starken Hund aufpeppen möchten, sind leider sehr oft präsent! Viele gute Ausbilder möchten sich auch nicht mit der Problematik der Gefahrhundeverordnungen belasten, die jene Gauner in den Innenministerien einfach nicht auf den Müll werfen. Nicht erschrecken; Gauner ist nicht justiziabel. Im 21.Jahrhundert ist ein Gauner eine Person, deren Handlungen als unredlich, hinterhältig oder ähnlich verachtenswert angesehen werden. Das Leugnen von Beißstatistiken, die unsere Hunde freisprechen, ist unredlich und verachtenswert.
Doch der kleine Gebrauchshund, Arbeitshund, was immer sie wollen, funktioniert großartig in guten Händen. Udo Zeitz mit „Herman“ Arthur vom Sydower Flies, SchH III, AD, angekört, HD-frei hat erfolgreich an der Landesausscheidung der Gebrauchshunde in Schleswig-Holstein teilgenommen! Es ist immer wieder verblüffend, wie glücklich Zuschauer sind, in dem Mali- und Schäferhundeinerlei einen Exoten zu erblicken. Hermann arbeitete trieblich hervorragend, führig, korrekt, eine wunderbare Vorführung. Viele unterhielten sich danach mit Udo über seinen großartigen Hund, streichelten ihn und waren von seiner Gutmütigkeit und sozialer Kompetenz sehr beeindruckt. Udo und Hermann haben nicht nur unter den Gebrauchshundesportlern Freunde gewonnen. Hermann ist ein „gescheiter“ Hund, ein echter Gebrauchshund eben!
Kohlhöfer

 
   
 
 
     
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